Skitour Vordernberger Griesmauer – Lohnende Firnabfahrt

Impressionen von der Firnabfahrt. Fotos: POW AT

Wer auf der Suche nach einer lohnenden Firnabfahrt ist, wird bei der Vordernberger Griesmauer fündig. Der südexponierte Gipfelhang verspricht feinsten Butterfirn. Vor der Abfahrt müssen allerdings noch zahlreiche, teilweise steile Spitzkehren überwunden werden. Auf zusätzlichen Abfahrtsspaß kommt man, wenn man für die Rückfahrt eine andere Bushaltestelle ansteuert.

Anreise 

Die Tour startet bei der Bushaltestelle Präbichl Passhöhe, die per Bus entweder von Eisenerz oder Leoben kommend ca. stündlich erreicht werden kann. Bis die Tour tatsächlich zur Skitour wird, stehen uns noch ein paar Minuten Fußmarsch mit geschulterten Skiern bevor. Sobald die Skipiste in Sicht ist, können wir unsere Ski anschnallen.

Ab hier wird der Schnee langsam mehr, sodass wir bald die Skier anschnallen können. Foto: Toni, POW AT
Ab hier wird der Schnee langsam mehr, sodass wir bald die Skier anschnallen können. Foto: Toni, POW AT

Aufstieg

Vor der Querung der Polster-Skiabfahrt empfiehlt es sich, kurz nach oben zu blicken – üblicherweise ist hier nämlich recht viel Betrieb. Danach geht es aber erst mal ruhiger zu. Wir folgen anfangs dem beschilderten Wanderweg zur Leobner Hütte, der bei dieser Wanderung auf die Vordernberger Griesmauer schon näher beschrieben wurde.

Für eine Skitour wohl eher ungewöhnlich geht es anfangs leicht bergab. Dennoch brauchen wir uns nicht den Kopf darüber zerbrechen, ob wir dann in der eigentlichen Abfahrt zum Schloss nochmal auffellen müssen. Denn bei dieser Tour bietet sich eine Abfahrtsvariante Richtung Gasthaus Langreiter an. So hat man nochmal 150 Abfahrtshöhenmeter mehr. Das funktioniert natürlich nur, wenn man mit Öffis unterwegs ist 😉

Diese Stelle mit dem Zaun prägen wir uns schon im Aufstieg ein, hier zweigt nämlich später unsere Abfahrtsvariante ab. Im Hintergrund können wir schon die Griesmauer entdecken. Foto: Toni, POW AT
Diese Stelle mit dem Zaun prägen wir uns schon im Aufstieg ein, hier zweigt nämlich später unsere Abfahrtsvariante ab. Im Hintergrund können wir schon die Griesmauer entdecken. Foto: Toni, POW AT
Der Gipfelhang liegt bereits teilweise in der Sonne. Foto: POW AT
Der Gipfelhang liegt bereits teilweise in der Sonne. Foto: POW AT

Der Aufstieg ist anfangs recht selbsterklärend, sodass man eigentlich nirgendwo falsch abbiegen kann. Richtig spannend wird es erst, wenn wir den Wanderweg zur Leobner Hütte verlassen und den langen Gipfelhang in Angriff nehmen. Je nach Verhältnissen kann es empfehlenswert sein, noch davor – also während man noch gut stehen kann – die Harscheisen anzulegen. Der Gipfelhang ist nämlich anspruchsvoll steil und erfordert Spitzkehren. Wenn es hart und eisig ist, können Harscheisen dementsprechend von Vorteil sein.

Ab hier geht es dann steil bergauf, am besten gleich hier die Harscheisen anlegen, sofern es die Verhältnisse erfordern. Foto: Anna, POW AT
Ab hier geht es dann steil bergauf, am besten gleich hier die Harscheisen anlegen, sofern es die Verhältnisse erfordern. Foto: Anna, POW AT
Die Leobner Hütte lassen wir heute im wahrsten Sinne des Wortes “links” liegen. Aufgrund der weißen Farbe ist sie ohnehin schwer von den “Schneeflecken” zu unterscheiden … Foto: Anna, POW AT
Die Leobner Hütte lassen wir heute im wahrsten Sinne des Wortes “links” liegen. Aufgrund der weißen Farbe ist sie ohnehin schwer von den “Schneeflecken” zu unterscheiden … Foto: Anna, POW AT

Schritt für Schritt, Spitzkehre für Spitzkehre arbeiten wir uns den Hang hinauf. Wie so oft wird auch mit jedem Meter das Panorama besser. Das Panorama reicht von der Leobner Mauer bis zu jenem Grat entlang dessen der bekannte Grete-Klinger-Steig führt. Auch nach Vordernberg und noch weiter Richtung Trofaiach können wir blicken. Von diesem Panorama dürfen wir uns allerdings nicht zu sehr ablenken lassen, denn die vielen Spitzkehren erfordern höchste Konzentration.

Panoramaeindruck aus dem Aufstieg, links im Bild die Leobner Mauer. Foto: Anna, POW AT
Panoramaeindruck aus dem Aufstieg, links im Bild die Leobner Mauer. Foto: Anna, POW AT
Der Hochturm mit dem vorgelagerten Lamingegg, rechts die verschwindend klein wirkende Leobner Mauer. Allzu viel Schnee ist hier nicht mehr übrig. Foto: Anna, POW AT
Der Hochturm mit dem vorgelagerten Lamingegg, rechts die verschwindend klein wirkende Leobner Mauer. Allzu viel Schnee ist hier nicht mehr übrig. Foto: Anna, POW AT

Das letzte Teilstück des Aufstiegs erfolgt etwas exponiert. Dadurch bietet sich erstmals auch ein Ausblick Richtung Hochschwab. Den Gipfel der Vordernberger Griesmauer lassen wir bewusst aus, schließlich steht heute die Firnabfahrt im Vordergrund. Für den Gipfelsieg müssten wir von der Sonnen- auf die Schattenseite wechseln, das wollen wir uns heute ersparen. Wir bevorzugen eine Jausenpause in der Sonne und errichten dafür ein Depot in der Nähe einer Felsnadel.

Der letzte Aufstiegsabschnitt. Foto: Anna, POW AT
Der letzte Aufstiegsabschnitt. Foto: Anna, POW AT
Vom Skidepot aus können wir den Polster erblicken. Der Wind der letzten Tage hat den Schnee erheblich verfrachtet und den Kamm weitgehend schneefrei gemacht. Im Hintergrund ist auch der Eisenerzer Reichenstein zu erkennen. Foto: POW AT
Vom Skidepot aus können wir den Polster erblicken. Der Wind der letzten Tage hat den Schnee erheblich verfrachtet und den Kamm weitgehend schneefrei gemacht. Im Hintergrund ist auch der Eisenerzer Reichenstein zu erkennen. Foto: POW AT

Abfahrt

Gut gestärkt treten wir die Abfahrt an. Vom Firn her erwischen wir es nahezu perfekt – Kategorie Butterfirn. Einzig die Regenrillen der letzten Tage hemmen den Abfahrtsspaß etwas.

Impressionen von der Firnabfahrt. Fotos: POW AT

Das Gelände bietet großen Spielraum für die Wahl der Abfahrtsroute. Wir fahren möglichst direkt bis auf Höhe des Wanderweges ab. Eimal kürzen wir diesen dann noch ab (siehe Track). Im unteren Teil halten wir uns wieder am Wanderweg und zwar bis zu jener Stelle, an der wir nun die Aufstiegsroute verlassen und die Abfahrt um ein paar Abfahrtsmeter Richtung Gasthaus Langreiter verlängern. Wir erwischen auch hier noch ein paar schöne Schwünge und kommen zufrieden mit unserer Routenwahl im Tal an. Zur Bushaltestelle sind es dann noch ein paar Minuten Fußweg entlang der Straße. Das schon erwähnte Gasthaus Langreiter bietet sich zur Überbrückung der Wartezeit auf den Bus an.

Die Tour endet, wie sie begonnen hat: Mit einem kurzen Fußmarsch. Foto: Toni, POW AT
Die Tour endet, wie sie begonnen hat: Mit einem kurzen Fußmarsch. Foto: Toni, POW AT

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   4:00 Std Skitour   650 HM   800 HM   8.5 km   GPX Track

Autorin: Anna Siebenbrunner, POW AT

Gegangen im Dezember 2023

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