Überschreitung in den Tegernseer Bergen

Diese Überschreitung nahe Tegernsee von Roßstein (und optional Buchstein), führt an der Tegernsee Hütte vorbei, in der man sich gerne stärkt.

Anfahrt nach Lenggries

Am Münchner Hauptbahnhof wählt man einen Zug der RB 56 (Bayerische Regiobahn) mit Fahrtziel Lenggries – in der Regel fährt der mittlere Zugteil dorthin, beim Einsteigen bitte aufpassen, der Zug wird zweimal geflügelt! Nach etwa einer Stunde erreicht der Zug seinen Zielbahnhof; dort kann man sich die „letzte Meile“ verkürzen und je nach Wochentag und Tageszeit einen Bus der Linie 9569 besteigen, welcher in wenigen Minuten das Ziel Fleck, Gasthaus Papyrer erreicht.

Über Mariaeck und die Hochplatte zum Roßstein

Vom Bahnhof durchquert man zunächst das Ortsgebiet in südöstlicher Richtung und passiert schon bald Schloss Hohenburg. Von dort folgt man immer der einschlägigen Wegweisung durch Wiesen und an Bauernhöfen vorbei.

Dort, wo der Weg von Fleck (Bus) einmündet, beginnt es schlussendlich aufzusteilen, die Forstraße wird verlassen und der Weg gewinnt nun deutlich an Höhe. Nach guten 400 Höhenmetern durch Wald und Bergwiesen erreicht man den Übergang Mariaeck.

Dort öffnet sich der Blick und es geht weiter auf dem etwa höhengleichen Weg in Richtung Osten. Den Abstecher auf die hiesige Hochplatte (eine der unzähligen…) kann man je nach Lust und Laune links liegen lassen.

Blick nach Westen - Hochplatte in der Bildmitte. Foto: Nikolaus Vogl
Blick nach Westen – Hochplatte in der Bildmitte. Foto: Nikolaus Vogl

Ob mit Gipfelabstecher oder nicht werden die Neuhäuslalmen schnell erreicht. Das Ziel des heutigen Tages sticht nun markant ins Auge: der Doppelgipfel von Roß- und Buchstein mit der adlerhorstartigen Tegernseer Hütte dazwischen ist nun schon ganz nahe.

Die schroffen Felsabbrüche müssen allerdings noch südlich umgangen werden, bevor der Weg mit einigen Seilversicherungen dem Gipfel des Roßsteins zustrebt. Der Blick reicht vom Gipfel über das gesamte bayerische Oberland bis weit nach Tirol und zu den Zentralalpen.

Roß- und Buchstein vor der Zugspitze. Quelle: Pixabay
Roß- und Buchstein vor der Zugspitze. Quelle: Pixabay
Blick vom Gipfel nach Süden. Foto: Nikolaus Vogl
Blick vom Gipfel nach Süden. Foto: Nikolaus Vogl

Abstieg nach Bayerwald

Vom Gipfel lohnt der kleine Umweg zur Tegernseer Hütte – ein gewagter Bau in luftiger Lage. Hier wäre auch eine Übernachtung möglich.

Den Fleißigen sei hier auch noch die Besteigung des Buchsteins angeraten. Diesen (wesentlich ruhigeren) Gipfel erreicht man von der Hütte in kurzer Kletterei (Schwierigkeitsgrad II).

Tegernseer Hütte und Buchstein.  Quelle: Wikimedia
Tegernseer Hütte und Buchstein. Quelle: Wikimedia

Von der Hütte geht es über den versicherten Steig (wie Anstieg) zunächst steil bergab. Beim Erreichen der Almwiesen (auffälliger „Brotzeitfelsen“) wählt man den Weg in südlicher Richtung (Sonnbergalm, Bayerwald). Während der Almsaison besteht eine Einkehrmöglichkeit am Sonnbergalm Hochleger. Von dort führt der Weg steil bergab, passiert den Sonnbergalm Niederleger und nach etwa einer Stunde ist die Bundesstraße Tegernsee-Achensee erreicht. Die Bushaltestelle befindet sich in unmittelbarer Nähe.

Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 6h  1.100HM  950HM  GPX Track

Rückfahrt über Tegernsee

Die Buslinie 9556 bringt einen direkt zum Bahnhof Tegernsee. An der Haltestelle Tegernsee, Gymnasium sei allerdings das Aussteigen empfohlen. Hier befindet sich das legendäre Tegernseer Bräustüberl.  Auch der benachbarte sogenannte Schmetterlingsgarten direkt am Ufer des Tegernsees ist einen Besuch wert. Der Bahnhof Tegernsee befindet sich etwa 10min Fußweg vom Bräustüberl entfernt. Vom Bahnhof verkehren die Züge der RB 57 in engem Takt zurück nach München.