Nach Klobenstein im Kaiserwinkl

Foto: Nikolaus Vogl

Direkt an der Grenze zu Bayern, wenige Kilometer nördlich von Kössen, liegt im äußersten Kaiserwinkl ein kleines Juwel verborgen. Die Wallfahrtskirche Klobenstein und die benachbarte Klamm durch welche sich die Großache auf ihrem Weg von den Kitzbüheler Alpen ins „bayerische Meer“ zwängt. Beim namensgebenden Klobenstein handelt es sich um einen riesigen, gespaltenen Felsen. Um diesen rankt sich eine Sage…

Der Klobenstein vor der Wallfahrtskirche. Foto: Nikolaus Vogl
Der Klobenstein vor der Wallfahrtskirche. Foto: Nikolaus Vogl

Von Kössen zum Klobenstein

In Kössen wenden wir uns in Richtung Westen und erreichen dem Lauf der Straße Richtung Schleching und erreichen schnell eine sehr auffällige, überdachte Holzbrücke auf der wir die Großache – welche in Bayern Tiroler Ache genannt wird – überqueren. Nach der Brücke wenden wir uns nach rechts in nördliche Richtung und folgen im weiteren Sinne dem Flusslauf. Die letzten Häuser von Kössen liegen bald hinter uns und dichter Wald umschließt den Weg. In vergangenen Zeiten war dieser Weg bei Schmugglern von beiderseits der Grenze sehr beliebt. Geschmuggelt wurde so ziemlich alles über den insgesamt beschwerlichen Steig. Das ist heutzutage zum Glück nicht mehr nötig, von der Grenze ist nicht viel mehr als das obligatorische Hinweisschild geblieben.

Grenzübergang oberhalb von Schleching – nachts wird offenbar noch geschmuggelt. Foto: Nikolaus Vogl
Grenzübergang oberhalb von Schleching – nachts wird offenbar noch geschmuggelt. Foto: Nikolaus Vogl

Nach einiger Zeit erreichen wir eine Abzweigung und wenige Meter unterhalb befindet sich ein Aussichtspunkt, der interessante Tiefblicke zur circa 100 Meter tiefer liegenden Ache gewährt. Wir folgen dem Weg weiter bergab und überqueren schließlich auf einer recht wackeligen Hängebrücke den wilden Fluss. Auf der anderen Seite spitzt schon das Wallfahrtskirchlein und die direkt unterhalb gelegene Wirtschaft durch die Bäume.

Hängebrücke. Foto: Nikolaus Vogl
Hängebrücke. Foto: Nikolaus Vogl

In Klobenstein

Etwa 50 Meter oberhalb der Ache versteckt sich im Wald ein kleines Kirchlein. Direkt davor liegt der bereits erwähnte gespaltene Fels („Klobenstein“). Der Weg durch den Spalt zur Kirche ist obligatorisch. Die oben genannte Sage, die sich um diesen Ort rankt, findet sich hier. In den Wintermonaten erreichen diese Stelle im tiefen Einschnitt der Ache nur wenige Sonnenstrahlen, dafür ist es hier im Sommer angenehm kühl.

Neben einer Einkehr im Gasthaus Klobenstein besteht auch noch die Möglichkeit einen Rundweg/Lehrpfad über eine weitere Hängebrücke mit allerlei Wissenswertem rund um Klobenstein und die jahrhunderte lange Schmugglerei hier zu erfahren. Aufgewertet wird der Weg durch interaktive Elemente (Infos hier).

Rückweg/Alternativen

Von Klobenstein besteht ein Busverkehr (RVO Linie 9509) zurück nach Kössen (Haltestelle oberhalb der Kirche an der Bundesstraße), die Linie 9509 verkehrt von dort auch Richtung Chiemsee und Prien an der Bahnlinie Salzburg-München. Bei Nutzung des Busses ist auch ein Weiterweg auf dem Schmugglerpfad ins bayerische Schleching möglich (circa 1,5 Stunden); auch in Schleching hält die Linie 9509.

Foto: Nikolaus Vogl
Foto: Nikolaus Vogl

Selbstverständlich ist Klobenstein auch von der bayerischen Seite her zugänglich. Dafür sei wiederum auf die RVO-Linie 9509 verwiesen.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   5:30 Std Wandern   150 HM   100 HM   4 km   GPX Track
  • Zeitbedarf
    • Kössen – Klobenstein: circa 1,5 Stunden
    • Rundweg: circa 1,5 Stunden
    • Alternative bis Schleching: (+1,5 Stunden)
  • Verpflegung unterwegs: Gasthaus Klobenstein (in den Wintermonaten geschlossen)
  • beste Jahreszeit: im Winter möglichweise sehr kalt und ungemütlich, besser meiden

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