Vom Triestingtal ins Piestingtal

Lichtung beim roten Kreuz. Foto: Birgit Reiter

Dass Ende November bereits Schnee liegt ist ja mittlerweile nicht mehr so häufig. Der letzte Corona-Winter hat zudem gezeigt, dass es sich auch in dieser Zeit ganz hervorragend wandern lässt und man so am sichersten Freundinnen und Freunde treffen und mit ihnen ratschen kann.

Die stündlichen Zugverbindungen ins Triesting- und Piestingtal ermöglichen schöne Durchschreitungen der Gutensteiner Alpen. Und die Wandermöglichkeiten sind zahlreich – wie die schöne alte Tafel der Triestingtaler Sektion des Österreichischen Touristenklubs am Bahnhofsvorplatz der Station Weissenbach-Neuhaus zeigt; unser Ziel Pernitz ist hier allerdings nicht angeführt.

Viele Wege weg vom Wessenbacher Bahnhof. Foto: Birgit Reiter
Viele Wege weg vom Wessenbacher Bahnhof. Foto: Birgit Reiter

Von Weissenbach nach Pernitz

Wir queren die Triesting, folgen ein kleines Stück der Hauptstraße und gehen bei der Kurve geradeaus in die Hollergasse. Es sind Wanderwege nach Pottenstein markiert, nach Pernitz ist der Weg jedoch noch nicht ausgeschildert. Es geht am Orts- und Waldrand entlang, das Gasthaus Bruthenne klingt zwar interessant, aber es ist eh Lockdown. Die ersten Kinder sind mit ihren Bobs unterwegs, ansonsten ist alles still und weiß zugedeckt. Die Nebenstraße führt schließlich nach circa 2 Kilometer nach links zur Siedlung „Am Brand“, am deren Ende wir rechts auf eine bergaufführende Forststraße abbiegen. Wir erreichen die erste Lichtung, der Ausblick ist herrlich, es scheint zwar nicht die Sonne, aber die Stimmung ist ganz besonders; als ob die zarte Schneeschicht sämtliche Farben entsättigt hätte.

Wir folgen der Forststraße entlang der rot-weiß-roten Markierung nach rechts, den Waldrand entlang. Der Baumbestand ändert sich allmählich und wir wandern durch angezuckerten Föhrenwald. Beim roten Kreuz machen wir Rast mit heißem Tee und Äpfel aus des Freundens Garten und genießen den Ausblick. Die Landschaft erscheint monochrom und die gelben Lärchen dazwischen sehen wie coloriert aus. Ganz im Hintergrund erkennt man die Ebene des Wiener Beckens.

Lichtung beim roten Kreuz. Foto: Birgit Reiter
Lichtung beim roten Kreuz. Foto: Birgit Reiter

Es geht auf einem Pfad weiter, der teilweise an einem Jagdzaun entlang geht. Wir kommen beim Gehöft in Hohenwarth heraus, um das man herumgeht, kommen bei einer verschlossenen Kapelle vorbei und beim Verlassen des Waldes werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir offenbar gerade Glück hatten und auf keine Giftschlangen gestoßen sind 😉 – da will offenbar jemand nicht, dass man durch seinen Wald geht!

Sehr gefährlich. Foto: Birgit Reiter
Sehr gefährlich. Foto: Birgit Reiter

Bei der nächsten Kreuzung würde man auch Richtung Waxeneck gehen können, wir halten uns aber rechts, es geht aussichtsreich leicht bergab Richtung Kreuth. Nach der Waldpassage, die teilweise recht rutschig ist, folgen wir der Markierung Richtung Pernitz und Eichkreuz. Ab dem Eichkreuz stößt man auf den Biedermeier-Erlebnisweg mit informativen Tafeln und in sanften Kehren geht es durch Föhrenwald nach Pernitz hinunter.

Fazit

Zu jeder Jahreszeit schöne und einfache Wanderung. Im Winter wegen der vielen Waldpassagen besonders bei Neuschnee empfehlenswert, Grödeln einpacken nicht verkehrt.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   5:30 Std Wandern   600 HM   500 HM   16 km   GPX Track

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