Eine Einladung von Freunden in Petzenkirchen bringt uns wieder einmal an die schöne Erlauf. Ein Besuch der spektakulären Schlucht bei Purgstall liegt schon länger zurück. Wir sind gespannt, wie sich die winterliche Version präsentiert.
Von Pöchlarn aus geht es mit dem Zug in einer halben Stunde nach Purgstall. Gleich beim Bahnhof führt eine schöne, überdachte Holzbrücke über die Erlauf. Wir biegen links in das Feichsengasserl ein.

Dann wieder zweimal links und gelangen zur Parkgasse, die am Schlosspark Purgstall entlangführt. Leider ist dieser nicht zugänglich. Auch das Schloss bekommt man kaum zu sehen.
Wir queren die Erlaufbrücke und wechseln zum linken Flussufer.

Nach ein paar Metern geht es hinunter zum Schluchtweg „Fischersteig“. Der wenige Schnee ist recht griffig und mit normalen Bergschuhen gut zu begehen, Grödeln sind aber auf jeden Fall empfehlenswert.

Immer am Fluss entlang und vorbei an beeindruckenden Konglomeratfelsen und -höhlen wandern wir bis zur Holzbrücke Pratersteg. Hier könnte man wieder nach Purgstall zurückgehen. Martin hat diese Route bereits beschrieben.



Hier endet auch der Fischersteig. Es geht oberhalb des Flusses bis zum Egon Schiele-Platz. Der Maler leistete von 1916 bis 1917 seinen Militärdienst im nahen Kriegsgefangenenlager und unternahm viele Ausflüge in der Gegend

Weiter geht es – entweder auf dem Wanderweg durch den Wald oder weiter am Ufer unmarkiert einen ausgetretenen Pfad entlang.

Schließlich kommen wir in freies Gelände und wandern auf Schotter- und Asphaltstraßen bis zum Wehr bei der Lagergasse.


Von hier nur mehr 350 Meter zur Bahnstation Mühling (stündliche Züge nach Pöchlarn).
Fazit
Die Erlaufschlucht hat wohl zu jeder Jahreszeit ihren Reiz. Im Winter ist die Sicht auf die imposanten Konglomeratfelsen aufgrund der entlaubten Bäume natürlich besser. Besonders schön ist es bei Neuschnee, wenn die Felsen im Wasser weiße Hauberl haben. Wir sind um die Mittagszeit in Purgstall gestartet, der Sonnenstand war da Anfang Jänner optimal.
