5 Tage am Schladminger-Tauern-Höhenweg

Der Schladminger-Tauern-Höhenweg führt durch die gleichnamige Gebirgsgruppe im Süden von Schladming. In 5 oder 7 Tagesetappen kann man die traumhafte Gebirgslandschaft mit unzähligen Bergseen in vollsten Zügen genießen. Der Weg verläuft stellenweise auf schwarzen Bergwegen durch alpines Gelände und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. In folgendem Bericht wird die 5-Tages-Variante vorgestellt, weitere Infos zur 7-Tages-Variante (bis Tag 4 gleich) gibt es auf der Website des TVB Schladming-Dachstein.

Steckbrief

Etappe 1: Hochwurzen – Giglachseen (Ignaz-Mattis-Hütte oder Giglachseehütte)13 km, +820/-725 hm, 6-7 Stunden
Etappe 2: Giglachseen – Rotmandlspitze – Keinprechthütte6 km, +580/-640 hm, 4 Stunden
Etappe 3: KeinprechthütteLandawirseehütteGollinghütte9 km, +1.000/-1.200 hm, 6 Stunden
(Variante Hochgolling: + 3 km, 500 hm, 3-4 Std.)
Etappe 4: Gollinghütte – Klafferkessel – Preintalerhütte8 km, +/- 1.000 hm, 6-8 Stunden
Etappe 5: PreintalerhütteHans-Wödl-Hütte – Steirischer Bodensee10 km, +750 hm/-1250 hm, 6 Stunden

Mit der 2026 neuen InterRegio-Linie Ennstal erreicht man Schladming im 2-Stunden-Takt. In Schladming steigt man in den Bus 971 um und fährt bis zur Talstation der Hochwurzenbahn. Mit dieser gelangt man auf die 1.849 Meter hohe Hochwurzen, wo der Höhenweg startet (das Seilbahnticket kostet Stand Sommer 2025 18€).

Etappe 1: Hochwurzen – Giglachseen

Auf der Hochwurzen wandert man in Richtung Süden über den Hochwurzen-Höhenweg am Kamm entlang bis zu den Giglachseen. Auf der panoramareichen Route besteigt man unter anderem das Roßfeld und die Guschen, zusätzlich kann man auch den markanten Schiedeck-Gipfel mitnehmen. Bevor man das Giglachkar erreicht trifft man entlang des Weges unterhalb der Kampspitze noch auf den idyllisch gelegenen Brettersee. Bei den Giglachseen angekommen nächtigt man entweder in der Ignaz-Mattis-Hütte oder der Giglachseehütte.

Etappe 2: Giglachseen – Rotmandlspitze – Keinprechthütte

Die zweite Etappe ist etwas kürzer als die erste, aber um nichts weniger schön. Von den Giglachseen steigt man über die Knappenseen zur Rotmandlspitze auf. Dabei passiert man die Ruinen ehemaliger Bergknappen-Behausungen, welche Überreste von einst hier betriebenem Bergbau sind. Über die Krukeckscharte steigt man in einigen Kehren zur Keinprechthütte, dem heutigen Tagesziel und Nachtquartier, ab. In den Bergen rings um die Keinprechthütte wurde jahrhundertelang bis zum Ende des 19. Jahrhunderts reger Bergbau betrieben. Auf der Keinprechthütte kannst du mehr dazu erfahren.

Hüttensee Keinprechthütte. Foto: TVB Schladming-Dachstein/Martin Huber
Hüttensee Keinprechthütte. Foto: TVB Schladming-Dachstein/Martin Huber

Etappe 3: Keinprechthütte – Gollinghütte

Am dritten Tag wandert man über die aussichtsreiche Trockenbrotscharte zur Landawirseehütte. Hier kann man einen Abstecher zum nahegelegenen Unteren Landawirsee machen. Nach einer kurzen Pause geht es weiter über die Gollingscharte zur Gollinghütte. Bei gutem Wetter und genügend Zeit empfiehlt sich für Bergfexe ein Abstecher auf den Hochgolling, mit 2.862 Metern der höchste Berg der Schladminger Tauern. Die Besteigung dauert 3-4 Stunden und erfordert hochalpine Erfahrung. Kurz vor Erreichen der Gollinghütte bietet sich im Gollingwinkel noch eine Pause an. Hier befindet man sich direkt am Fuße der über 1.000 Meter hohen Golling-Nordwand.

Gollingwinkel. Foto: TVB Schladming-Dachstein/Gerhard Pilz
Gollingwinkel. Foto: TVB Schladming-Dachstein/Gerhard Pilz

Etappe 4: Gollinghütte – Klafferkessel – Preintalerhütte

Tag 4 wartet mit einem weiteren Highlight: dem Klafferkessel. Von der Gollinghütte steigt man relativ steil zum Greifenberg (2.618 Meter) auf. Wenige Minuten vor dem Gipfel erreicht man den höchstgelegenen Bergsee der Schladminger Tauern – den Sattelsee. Über die Obere Klafferschneide geht es hinunter und man erreicht die magische Landschaft des Klafferkessels mit etwa 30 Bergseen.

Von der Unteren Klafferscharte steigt man teils steil ins Lämmerkar und zu Preintalerhütte und Waldhornalm ab.

Etappe 5: Preintalerhütte – Hans-Wödl-Hütte – Steirischer Bodensee

Von der Preintalerhütte wandert man am Hang entlang unterhalb der imposanten Hochwildstelle zur Neualmscharte, auf deren anderer Seite sich das Seewigtal befindet. An Ober- und Hüttensee vorbei gelangt man zur Hans-Wödl-Hütte, wo sich eine Einkehr lohnt. Schlussendlich erreicht man nach einem steilen Abstieg den Steirischen Bodensee. Am Parkplatz beim Seewigtalstüberl befindet sich die Endhaltestelle des Wanderbus 976, welcher zum Bahnhof Schladming fährt.

Fazit

Diese 5-Tages-Tour durch die Schladminger Tauern hat alles zu bieten, was das Wanderherz begehrt: Traumhafte Landschaften, unzählige Seen, alpine Passagen und nette Hütten. Wie bei jeder Mehrtagestour gilt natürlich auch hier, die Hütten vorab zu reservieren und ein Auge auf das Wetter zu haben. Der Abstieg ins Tal bei Schlechtwetter ist von jeder Hütte möglich. Ab allen Talschlüssen zwischen den Etappen verkehren Wanderbusse nach Schladming.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   5 Tage Wandern   3.950 HM   4.650 HM   43 km   GPX Track

Weiterführende Links:

Infos zu den Wanderbussen in der Region Schladming-Dachstein

Weiter Infos zur Tour am Tourenportal des TVB Schladming-Dachstein

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