Es ist Mitte Juni und es geht los, mit dem ersten der vier Drehtage unseres brandneuen Projekts „Bahn zum Berg – Gespräche“.
Für das allererste Bahn-zum-Berg-Gespräch konnten wir Martin Moder, Wissenschaftskommunikator von den Science Busters, gewinnen. Es geht mit ihm von Prein an der Rax auf die Luckerte Wand, zur Speckbacher Hütte und runter nach Breitenstein.
Martin will eh wandern!
Wir starten mit den ersten Takes am Wiener Hauptbahnhof, grooven uns ein und warten aufgeregt auf Martin: Siehe da, er kommt!

Los geht’s dann mit dem CJX 9 nach Payerbach-Reichenau. Bereits im Zug drehen wir die ersten Interviews, finden heraus, dass Martin eigentlich „gar nicht so viel wandert“. Lust hat er aber auf jeden Fall auf unsere Öffi-Tour. Erleichterung in meinem Gesicht.
Mit Plan zum Berg – Personalisierte Fahrplanabfrage
In Payerbach-Reichenau, klassischer „Umsteigebahnhof“ für alle Wanderfreudigen, die Richtung Rax oder Höllental wollen, steigen auch wir um. Unser Bus steht schon bereit. Wir sind fast die Einzigen, die Busfahrerin ist sehr zuvorkommend – fühlt sich ein wenig wie eine Privatfahrt an.
Hand aufs Herz an dieser Stelle: Es ist Montag. (An Schönwetterwochenenden ist dieser Umstiegebahnhof nämlich eher nicht mit Privatsphäre gesegnet, dafür trifft man dort hundert Gleichgesinnte mit Rucksäcken, Seilen und Helmen.)
Sattgrün und Schönbrunnergelb
Schon die Busfahrt ist traumhaft schön, das Grün rund um uns saftig und satt. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, welche niederschlagsarmer Sommer auf uns zukommen wird. In Prein an der Rax steigen wir aus und starten unsere Tour. Nicht aber, bevor sich Andreas und Martin wirklich nochmals versichert haben, ob die Hütte auch ganz sicher offen hat. Ja, das hat sie. Die Speckbacher Hütte hat tatsächlich ungewöhnliche Öffnungszeiten und ist am Montag geöffnet und hat dafür Donnerstag und Freitag Ruhetage.
Jetzt geht es für das Drehteam aber erst mal den Berg hinauf, die allermeisten der knapp 700 Höhenmeter machen wir sofort ab Prein mit dem Anstieg auf die Luckerte Wand. Zuvor muss Christina natürlich noch ihre Drohne auspacken und einige wunderbare Bilder vom putzigen Ort Prein mit der kleinen schönbrunnergelben Kirche machen. Gehzeit ist heute nicht relevant, wir wissen eh, dass wir langsam vorankommen werden.

Der Aufstieg zur Luckerten Wand ist mitunter recht steil, mitunter mäßig. Wir plaudern und lernen Martin schon mal ein wenig kennen. Ich plaudere weniger, muss mich beim Aufstieg immer aufs Atmen konzentrieren 😊 Unterwegs finden wir natürlich auch einen Wegweiser mit einem BzB-Pickerl. Große Freude!

Durchgeschlupft
Die Luckerte Wand (1.128 Meter) begeistert uns alle. Wir kriechen durch die „Luke“ und das Loch in der Felswand durch und auf der anderen Seite über die Leiter wieder hinauf und finden uns ganz oben beim Aussichtspunkt in Richtung Schneeberg ein.

Veronika hat eine tolle Tour beschrieben, da sind wir uns jetzt schon einig.

Leider ist es oben zu windig, um die Drohne fliegen zu lassen. Deshalb gibt’s ein längeres Interview mit uns dreien, auf dem grünen Bankerl sitzend. Martin und Andreas outen sich als begeisterte Wanderer, aber keine begeisterten Planer. Ich wiederum liebe Tourenplanung. What a perfect match!

Nach einer Pause und weiteren Drehs machen wir uns auf den Weg durch den schönen Wald in Richtung Orthof. Schließlich haben wir alle Hunger und es liegen noch einige Drehs vor uns.

Bei Orthof stoßen wir auf die Speckbacher Straße und folgen dieser zur – no na ned – Speckbacher Hütte (1.093 Meter). Andreas findet wieder ein BzB-Pickerl und freut sich. Ich freu mich auch, aber noch mehr aufs Getränk und aufs Essen.
Mittagseinkehr bei der Speckbacher Hütte
Als ich bei der Hütte angelangt sofort zu Tisch schreiten will, belehrt mich Andreas eines Besseren: „Wir müssen den Dreh auf jeden Fall vor dem Essen machen, danach sind wir zu müde.“ In diesem Moment lächle ich etwas gequält, aber im Nachhinein betrachtet hat der TV-Profi natürlich recht.
Beim letzten Talk mit Martin stehen wir unterhalb der Hütte und unterhalten uns über Klimakrisen-Leugner:innen. Es ist ein angeregtes Gespräch und damit haben wir auch den vorletzten Dreh im Kasten. Jetzt aber: Essen!

Die Pause auf der Speckbacher Hütte tut gut, Speis und Trank füllen unsere Energiespeicher auf. Christina dreht mit der Drohne noch eine Runde, die Hüttenumgebung ist nämlich ganz arg schön.
Über die Bahn-zum-Berg-Gespräche
Was bei allen Bahn-zum-Berg-Gesprächen gleich bleibt: Andreas Jäger, der „Klimajäger“, bekannt als ORF-Wettermann, stellt als Moderator die Fragen.
Folge 1: Martin Moder auf der Luckerten Wand
Im ersten Video der neuen Reihe wandert Science Buster Martin Moder auf die Luckerte Wand. Mit Andreas Jäger, Öffi-Fahrplan & Infos zum Nachwandern!
Folge 2: elli_macht_mobil und der Traunsee
In der zweiten Episode wandert Influencerin Elli Sturm (#carfreedolcevita) am Traunsee über Baalstein und Geißwand. Ein ehrlicher Talk über autofreies Leben!
Folge 3: Öffi-Bergsafari mit Angelika & Michael
Im neuen Video wandert das Öffi-Bergsafari-Duo Angelika & Michael durch die Bergwelt. Ein inspirierender Talk über nachhaltigen Bergsport & Tourenplanung!
Mutterkühe auf dem Abstieg nach Breitenstein
Danach kommt es wirklich, das Energieloch – wir haben aber nur mehr den kurzen Abstieg von maximal einer Stunde vor uns.

Es geht runter zur Semmeringbahn nach Breitenstein. Beim Abstieg mag ich den Wiesenmoment besonders – einmal noch den Ausblick genießen, in die Weite schauen, bevor es in den Wald hineingeht. Dieses Mal staunen wir über die Mutterkühe und ihre Kälber, die auf der Wiese grasen. Ein echt schönes Bild.
Dann schluckt uns der Wald und wir traben den Waldweg stetig und flott nach Breitenstein hinunter. Das allerletzte Stück ist dann auf der Straße zum Bahnhof.
Bei der Rückfahrt ernennen wir Martin Moder zum Ehrenbotschafter von Bahn zum Berg – er darf ab jetzt unser BzB-Merinoshirt tragen und im BzB-Wanderbuch blättern. Ob er so eine Öffi-Tour nochmals machen würde, fragt Andreas. Aber ja, sagt Martin. Perfekt!
Fazit
Erster Drehtag der Bahn-zum-Berg-Gespräche: Check.
Lebensgeschichte von Martin Moder in einen tollen Öffi-Wandertag verwoben: Check.
Abwechslungsreiche und bei Wien gelegene Tour dafür ausgewählt: Check.
Wir hatten einen sehr feinen Junitag! Die Credits für die tolle Tour gehen nochmals an Veronika Schöll – danke! Ein besonderes Dankeschön geht an Martin Moder für die kurzweilige, feine und ausdauernde Begleitung bei diesem allerersten Bahn-zum-Berg-Gespräch!







