Anfang Oktober zieht es mich erneut nach Oberösterreich in die Region Traunsee-Almtal im Salzkammergut. Die Tour startet am Bahnhof in Grünau im Almtal und endet am Klosterplatz in Gmunden. Am Weg von A nach B geht es hinauf auf den Zwillingskogel, weiter Richtung Durchgang und Hohe Scharte, über den Durchstieg hinunter zum traumhaften Laudachsee und zum Schluss über den Grünberg auf die Seepromenade in Gmunden. Meine Anfahrt nach Grünau im Almtal startet erneut um 6:08 Uhr am Westbahnhof Wien. Mit der Westbahn geht es nach Wels und von hier aus weiter mit der Almtalbahn R53 nach Grünau im Almtal (Endstation). Die Tour startet dann um 8:55 Uhr direkt vom Bahnhof weg. Zurück (nach Wien) geht es vom Klosterplatz in Gmunden mit der Traunseetram 161 (bzw. für mich mit dem Schienenersatzverkehr) zum Bahnhof Gmunden und von hieraus weiter mit dem R70 nach Attnang-Puchheim und mit der Westbahn zurück nach Wien, wo ich mit ca. 8 Minuten Verspätung um 19:00 Uhr am Westbahn ankomme. Für die Tour habe ich etwa 7 Stunden gebraucht.
Die Tour
Start der Tour ist direkt der Bahnhof Grünau im Almtal. Vor dem Bahnhof gibt es gleich den ersten Wegweiser zum Zwillingskogel und bereits ab hier ist der Weg hinauf wirklich lückenlos beschildert und markiert (Weg 419 und rote Markierung). Es geht kurz neben den Schienen entlang und schon bald beginnt der Aufstieg zum Zwillingskogel.

Es geht durch den Wald, zwischendurch kurz auf Forststraßen, über zwei kleine Klettereien (mit Seilsicherung) und immer wieder Ausblicken über die herbstliche Waldlandschaft für etwas mehr als 2 Stunden hinauf zum Zwillingskogel Gipfel. Der letzte Abschnitt zum Gipfel ist nochmal eine kurze Kletterei mit Seilsicherung. Am Gipfel angekommen mache ich meine erste Pause und genieße die frische Herbstluft und die mystische Stimmung durch die in Wolken gehüllten Berge.





Vom Zwillingskogel geht es weiter bergab Richtung Durchgang/Hohe Scharte/Laudachsee. Nach gut 2 Kilometern erreiche ich eine Forststraße und die nächste Beschilderung. Ich bleibe auf der Forststraße und gehe Richtung Mair Alm. Die Strecke auf der Forststraße und angenehm und vor allem sehr ruhig und es geht stetig leicht weiter bergab. Nach etwa 3 Kilometern komme ich zum nächsten Wegweiser. Hier entscheide ich mich für eine kleine Abkürzung, um mir etwas Höhenmeter zu ersparen, da ich doch etwas müde vom frühen Aufstehen war. Ich folge also nicht dem Wegweiser (bergab), sondern gehe geradeaus weiter.




Schon nach kurzer Zeit sehe ich den nächsten Wegweiser und es geht von hier nochmal kurz steil bergauf zur Hohen Scharte, wo man zwischen Traunstein und Katzenstein landet. Oben angekommen beginnt der Abstieg über einen Felsbereich, welcher durch Stahlseile und Eisenstifte gesichert ist, bis man schließlich bei einem kaminähnlichen Durchstieg landet. Nach dem Durchstieg geht es weiter hinunter über Serpentinen im Wald. Der Abstieg hier ist etwas abenteuerlich und man sollte unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen, vorallem bei feuchten/nassen Verhältnissen.


Vom Abstieg geht es über eine Forststraße durch den Wald vorbei an der Ramsaualm (Einkehrmöglichkeit) und weiter zum Ufer des Laudachsees. Am Ufer genieße ich das Panorama und eine weitere kurze Jausen- und Teepause.

Vom Ufer gehe ich wieder zurück zur Alm und von hier aus bleibe ich auf der Forststraße Richtung Gmunden. Generell führen von hier gefühlt alle Wege irgendwie früher oder später nach Gmunden zurück. Nach etwa 2,5 Kilometern entscheide ich mich spontan dazu, über den Grünberg nach Gmunden zu gehen. Dafür halte ich mich kurz rechts, bevor es direkt ab von der Forststraße in den Wald zurückgeht. Es geht nur knapp 100 Höhenmeter über Waldwege und Forststraßen hinauf und schon bald sehe ich den Baumwipfelpfad vor mir. Es geht noch weiter vorbei an der Bergstation und der Sommerrodelbahn und vorbei an Sigi’s Hütte. Hinter der Hütte genieße ich kurz den Ausblick auf den Traunsee, bevor es bergab nach Gmunden geht.



Auch hier führen viele Weg zurück nach Gmunden. Ich gehe einfach immer geradeaus und nach etwa 45 Minuten lande ich auf einer Straße. Die Wegweiser führen mich zur Straße „im Gsperr“, welche direkt zur Seepromenade führt. Da ich noch Zeit habe, gehe ich gemütlich entlang der Seepromenade bis zur Traunbrücke, wo ich nach rechts zum Klosterplatz und zur Traunseetram-Station abbiege und das Ziel der Tour um etwa 16:00 Uhr erreiche.

Fazit
Was für eine schöne, teils anspruchsvolle, aber malerische und idyllische Herbstwanderung in der Region Traunsee-Almtal (mehr Worte braucht es fast gar nicht). Die Tour ist vom Weg an sich sehr abwechslungsreich durch den erstmal steilen Aufstieg, zwischendurch recht gemütlichen Passagen über Forststraßen, den sehr abenteuerlichen Abstieg durch den Durchstieg und abschließend der Spaziergang durch Gmunden. Die Region hat sich in ihren herbstlichen Farben gezeigt und „mah is des schee“- Momente kommen nicht zu kurz.
Und noch ein Schlusswort zur Anreise mit den Öffis: Ich habe im Zug eine sehr nette Dame kennengelernt und wir haben fast den ganzen Aufstieg zum Zwillingskogel gequatscht und uns unterhalten. Sie hatte eine andere Route geplant als ich, somit haben sich unsere Wege dann getrennt. Aber man trifft sich ja immer zweimal im Leben und für uns war es direkt wieder am Bahnhof in Gmunden, wo wir dann gemeinsam nach Attnang-Puchheim gefahren sind. Danke für die gute Unterhaltung und die schönen Gespräche!

Traumhaft liebe Linda! Setz mich gleich in den Zug 😍