Wanderung von Turnau über Himmelreichkogel und Hochegg nach Kapfenberg

Eine Woche nach unserer Mitgliederwanderung von Palbersdorf (Thörl) über Zöberer Höhe und Hochegg nach St. Marein im Mürztal unternahm ich eine weitere Wanderung aufs Hochegg. Diesmal von Turnau aus, da ich wenige Tage vor Weihnachten noch eine Wanderung für die Naturfreunde Graz von Turnau übers Hochegg nach St. Marein im Mürztal vor hatte (diese Tourenbeschreibung wird auch noch folgen). Vom Hochegg nahm ich allerdings diesmal den Abstieg nach Kapfenberg über Rühreralm, Tulzeralm, Göritz, Parschlug und Töllergraben, um auch diese Route kennenzulernen. Wieder erwischte ich ein Traumwetter, nur im Mürztal hielt sich der beständige Nebel.

Wie üblich reise ich von der Haltestelle Flughafen Graz über Graz Bhf (Railjet), Kapfenberg (Bus 170) nach Turnau an. Zwischen Aflenz und Turnau verflüchtigt sich auch der beständige Nebel und der Raureif verwandelt die Landschaft um Turnau in eine weiße, glänzende Kulisse.

Von Turnau geht es zunächst wieder ein Stück nach Westen, entlang der Thullinerstraße, bis ich nach 650 Metern den markierten Weg nach Süden einschlage. Ich gehe vorbei an dem Fischteich Richter und unmittelbar danach überquere ich den Stübmingbach.

Eine Zeit lang folge ich noch dem Stübmingbach, bevor ich wiederum nach Süden abbiege (immer den Wanderwegweisern Richtung Schererwirt folgend) . Es folgt ein etwa 2,5 Kilometer langer Abschnitt um den Großmühlberg zum Gehöft Steinrieser, geprägt durch schöne Waldpfade bzw. naturnahe Forstwege.

Vor dem Steinrieser öffnet sich die Weide und auch die Sonne lässt sich wieder blicken.

Unmittelbar beim bzw. nach dem Steinrieser quere ich die Weide, vorbei an einem Baum mit Markierung, Richtung Süden.

Am Ende der Weide beginnt ein Pfad, der zunächst bergab führt, dann über den Thalbach und wieder hinauf zum Schererwirt.

Steig zum Schererwirt. Foto: Martin Winter
Steig zum Schererwirt. Foto: Martin Winter

Nach dem Schererwirt beginnt die eigentliche Steigung hinauf zum Himmelreichkogel, dem steilsten Aufstieg dieser Wanderung.

Kurz nach dem Schererwirt biege ich nach Süden ab entlang einer Baumreihe am Rand einer Wiese bis zum Waldrand, wo der Pfad wieder deutlich erkennbar wird und markiert ist. Darauf dreht der Pfad dann bald mach Südwesten und nach etwa einem Kilometer erreiche ich die Jausenstation Siglbauerhütte, die bereits am Bründlweg liegt, zu dieser Jahreszeit aber geschlossen ist.

Nun verlasse ich die markierten Wege und nehme den direkten Weg auf den Himmelreichkogel. Jetzt muss man etwas Acht geben, kurz der Forststaße Richtung Nordosten folgen und kurz nach dem Hinweisschild Himmelreichkapelle nach rechts auf den Weg abbiegen, der zunächst bei zwei größeren Wassserbehältern vorbei führt, die man schon vom Bründlweg aus sieht, und dann  diesem Weg, der sich meist gut abzeichnet bis hinauf zum Himmelreichkogel folgen. Am Himmelreichkogel steht ein Tisch mit zwei Holzbänken, im Sommer sicher ein schattiger Rastplatz, jetzt wenig einladend, auch etwas Schnee liegt noch oben. Deswegen steige ich gleich hinunter zur Himmelreichkapelle und setzte von dort meinen Weg aufs Hochegg fort.

Von der Himmelreichkapelle führt ein wenig steiler Pfad bis zum Gipfelkreuz aufs Hochegg, davor findet sich noch ein sonniges, panoramareiches Platzerl für eine Jausenpause.

Sonniges Platzerl. Foto: Martin Winter
Sonniges Platzerl. Foto: Martin Winter

Heute allerdings jausne ich direkt beim Gipfelkreuz, auch wenn es hier schattig und kühl ist, weswegen die Pause kurz ausfällt.

Ich steige zunächst wieder zum Bründlweg auf demselben Weg ab, den wir bei der letzten Mitgliederwanderung als Aufstieg genutzt haben. Weiter noch immer auf dem Bründlweg hinab bis zum Rührerhof.

Nach dem Rührerhof macht die Straße einen Bogen nach Westen und dann wieder nach Osten, bevor der Steig hinunter nach Göritz beginnt. Am Einstieg des Steiges muss man etwas Acht geben, dass man ihn nicht verpasst, indem man sich rechts haltet und dem verlockenden Panorama, das einen verleitet, geradeaus zu gehen, widersteht.

Foto: Martin Winter
Foto: Martin Winter

Ich konnte es nicht, bin dann aber auch nach einem steileren Stück durchs freie Gelände wieder auf den Steig gestoßen. Ich folge dem Steig und erreiche nach 1,2 Kilometern die Tulzeralm, wobei der Steig vor der Tulzeralm wieder einer Forststraße Platz macht. Auch tauche ich bei der Tulzeralm wieder in den dichten Nebel des Mürztales.

Das wars heute mit der Sonne. Bei der Tulzeralm beginnt dann wieder ein Pfad, vorbei an einem Schuppen mit Markierung. Bis Göritz geht es jetzt abwechselnd über Weiden bzw. durch den Wald. Vor Göritz biege ich auf eine Asphaltstraße ab.

Göritz Kapelle. Foto: Martin Winter
Göritz Kapelle. Foto: Martin Winter

Jetzt geht es länger auf Asphalt vorbei an Göritz, über Pogier, wo ich auf die Parschlugerstraße L 138 abbiege, und nach einer kurzen Wegstrecke Richtung Norden auf den Römerweg abbiege.

Bis hierhin bin ich bereits 13 Kilometer gewandert. Der ca. 2 Kilometer lange Römerweg ist ein Themenwanderweg auf dem auf zahlreichen Tafeln auf Sagen und historische Geschichten aus der Umgebung eingegangen wird. Am höchsten Punkt geht es vorbei an einer Teichanlage. Über die Aussicht kann ich wenig berichten, es herrscht dichter Nebel. Danach stoße ich wieder auf die L 138 und verlasse diese an der Stelle, wo diese nach Südosten abbiegt und folge der Haritzmayerstraße nach Süden. Bald stoße ich auf die Pönegg Straße, verlasse diese aber sobald diese Richtung Nordwesten abbiegt Richtung Aufstieg zur Pötschenhöhe.

Ich nehme den Pfad nach Süden, der über den Pöneggbach führt, und in die Forststraße nach Kapfenberg durch den Töllergraben, vorbei am Töllermayerkreuz, mündet.

Aussicht vom Töllermayerkreuz. Foto: Martin Winter
Aussicht vom Töllermayerkreuz. Foto: Martin Winter

Danach geht’s noch vorbei an der Hochschwabsiedlung und an der Anton-Buchalka-Straße entlang bis zum Bahnhof, wo ich die S1 noch rechtzeitig erwische und bis zum Flughafen Graz durchfahren kann.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   7:00 Std Wandern   750 HM   1.000 HM   21 km   GPX Track

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