Winterwanderung vom Bahnhof Spielfeld-Strass auf den Platsch

Mit Ende des Jahres bzw. am Silvestertag 2025 startete ich mit einer Reihe von Winterwanderungen in der Süd- und Weststeiermark. Die Schneefälle von Weihnachten hatten dem Süden einiges an Schnee gebracht und die Kälte hatte zur Folge, dass sich die Schneedecke hielt, wie schon lange nicht mehr.

Am Silvestertag startete ich mit einer Wanderung auf den Platsch bei Spielfeld-Straß an der Steirisch-Slowenischen Grenze. Eigentlich hatte ich eine Wanderung von Heimschuh auf den Königsberg nach Großklein vor, da die S1 allerdings Verspätung hatte, erwischte ich den Bus nach Heimschuh nicht und nahm stattdessen den Interregio nach Spielfeld-Straß.

Es war ein wolkenloser, aber bitterkalter Morgen – ich war schon früh unterwegs, da ich gegen Mittag bzw. am frühen Nachmittag wieder zu Hause sein sollte. Grödeln durften natürlich nicht fehlen.

Ich starte vom Bahnhof Spielfeld-Straß und muss mich kurz orientieren, da ich noch nicht wirklich oft an diesem Bahnhof ausgestiegen bin.

Doch schon kurz nach dem Verlassen des Bahnhofgebäudes sehe ich die ersten Wanderwegweiser und folge dem Wanderweg 03 Richtung Westen. Zunächst geht es über die Bahnstrecke zum Schloss Spielfeld und zur Pfarrkirche Hl. Michael.

Ich schaue kurz in die Kirche bevor ich meinen Weg fortsetze. Die ersten 1,5 Kilometer geht es auf Asphalt auf dem Schlossweg und „Am Rosenberg“.

Blick zurück zum Schloss. Foto: Martin Winter
Blick zurück zum Schloss. Foto: Martin Winter

Ich nehme nicht die erste Abzweigung Richtung Süden durch das Weingut Schopper, sondern die nächste. Hier führt der Weg am Waldrand entlang und auch die Sonne scheint hier schon.

Nach 400 Metern stoße ich wieder auf den markierten Weg und hier beginnt ein Pfad durch den Wald, der ca. 300 Meter lang ist. Danach folgt wieder ein etwa 1 Kilometer langes Stück aus Asphalt mit schöner Aussicht über den Graßnitzberg, bevor ich wieder in einen Pfad Richtung Südwesten einbiege.

In weiterer Folge stoße ich auf die Grenzland-Weinstraße und nehme dort den Weg durch die Weingärten. Ich gelange über Jentschweg und Karmelitenweg zur Karmeliterkapelle.

Der Weg zur Kapelle, an die ein Weingut angebaut ist, zahlt sich aus, da man hier eine herrliche Aussicht auf die Berge im Süden Richtung Slowenien hat.

Danach muss ich hinunter zur Platschbergstraße ein bisschen ums Eck gehen, da der markierte Weg vorbei an dem Winzer versperrt ist.

Gesperrter Weg beim Winzer. Foto: Martin Winter
Gesperrter Weg beim Winzer. Foto: Martin Winter

Auch danach folge ich der Platschbergstraße Richtung Süden, ein Stück noch auf der Straße, mit schöner Aussicht Richtung Slowenien, bevor der Pfad hinauf zur Platsch beginnt.

Wenige Meter nach Beginn des Pfades stoße ich bereits auf den Grenzzaun und schlage den Weg südliches des Zaunes ein, also bereits in Slowenien.

Entlang des Grenzzaunes. Foto: Martin Winter
Entlang des Grenzzaunes. Foto: Martin Winter

Gipfel, Warte und Gasthaus liegen in Slowenien. Hinauf zum Platsch führen mehrere Pfade, die nicht alle in den Karten eingezeichnet sind, immer wieder besteht dabei die Möglichkeit, durch Türen im Grenzzaun die Grenze zu überschreiten.

Unmittelbar danach bin ich auch schon oben, noch am Gasthaus vorbei und schon erklimme ich bei Traumwetter die Aussichtswarte. Oben auf der Warte mache ich meine Jausenpause. Die Grödeln behalte ich an, da es auf der Plattform oben sehr eisig ist.

Bald mache ich mich wieder auf den Rückweg. Den direkten östlichen Abstieg vom Platsch nehme ich nicht, da er in der Karte als gesperrt eingezeichnet ist, sondern nehme den Pfad, der unterhalb des Gasthauses nach Osten nach Graßnitzburg führt. Darauf folgt ein kurzes Stück auf Asphalt am Hochgraßnitzbergweg, bevor nach 600 Metern ein Pfad bergab führt. Am Ende des Pfades erreiche ich wieder eine Straße. Jetzt geht es nach Westen. Wir befinden uns immer wieder auf dem Natur-Kultur-Wanderweg, wobei die Markierungen zum Teil verwirrend sind. Der Straße „Am Graßnitzberg“ nach Westen folgen ich weiter, also auch über die Abzweigung, die nach Nordosten führt, hinaus. Der etwas nördlich eingezeichnete markierte Wanderweg über die Wiese durchs Gehöft existiert nicht.

Die nächste Abzweigung direkt nach Norden nehme ich und befinde mich jetzt auf dem Wanderweg Nr. 32 „Rebenwanderweg Spielfeld“. Es geht durch Weingärten zunächst hinauf nach Obegg. Bald danach bei der Abzweigung zur Buschenschank Trummer führt der Weg durch den Wald hinunter zum Katzengrabenbach bzw. Katzengrabenweg.

Im Winter ist der Weg wenig begannen. Am Katzengrabenweg entschließe ich mich, da ich den nächsten Zug erreichen will, die letzten 1,5 Kilometer entlang der B67 zum Bahnhof zurückzulegen. Bei meiner Naturfreundewanderung, die ich demnächst plane, werde ich stattdessen dem Wanderweg 32 folgen, der am Ende wieder am Schloss und an der Kirche in Spielfeld vorbei führt.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   4:00 Std Wandern   350 HM   350 HM   12 km   GPX Track

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