Durchs Große Kar auf den Großen Speikkogel

Erster Blick ins Kar. Foto: Martina Friesenbichler

Die Koralm ist für mich ein vertrauter Anblick. Jedes Mal, wenn ich meine Touren am Bahnhof Puntigam starte, sehe ich diesen markanten Gebirgszug an der Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark. Und es fühlt sich fast wie ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk an, denn seit Anfang Jänner 2026 ist die Koralm mittels Postbus Shuttle an den öffentlichen Verkehr angebunden. Etwa 260 Haltepunkte in der Region Wolfsberg werden von Montag bis Samstag mit dem Postbus Shuttle LAVmobil bedient.

Meine Skitour beginnt auf Bahnsteig 4. Foto: Martina Friesenbichler
Meine Skitour beginnt auf Bahnsteig 4. Foto: Martina Friesenbichler

Die Anreise erfolgt nun ganz einfach und bequem mit dem Zug bis zum Bahnhof St. Stefan im Lavanttal. Von dort aus geht es mit dem Postbus-Shuttle weiter ins Skigebiet Koralm. Die Fahrten können über eine App oder telefonisch gebucht werden. Das Geniale daran: Mit einer Zeitkarte wie dem Klimaticket zahlt man lediglich einen sogenannten Komfortzuschlag von 2 € pro Fahrt. Nähere Informationen dazu finden sich auch auf der Postbus Website.

Und so ging es für mich Ende Jänner auf die Koralm. Genauer gesagt zum höchsten Punkt der Koralm, dem Großen Speikkogel. Angereist bin mit dem Zug über St. Paul im Lavanttal nach St. Stefan im Lavanttal und dann mit dem Postbus Shuttle auf die Koralm weitergefahren. Genauer gesagt vom Haltepunkt St. Stefan – Bahnhof (LAV312) bis zum Haltepunkt Rieding – Koralpe (LAV348) – übrigens die Premierenfahrt vom Shuttle auf die Koralm, wie mir der sehr nette und hilfsbereite Chauffeur durchaus erfreut berichtet hat. 

LAVmobil Haltepunkt vor dem Bahnhof in St. Stefan. Foto: Martina Friesenbichler
LAVmobil Haltepunkt vor dem Bahnhof in St. Stefan. Foto: Martina Friesenbichler
Ausreichend Platz für mich und meine Tourenski. Foto: Martina Friesenbichler
Ausreichend Platz für mich und meine Tourenski. Foto: Martina Friesenbichler

Die Tour selbst startet im Skigebiet bei den obersten Hütten des Feriendorfs, unweit des Shuttle-Haltepunkts. Zunächst wartet eine kurze Abfahrt (ca. 30 Höhenmeter) durch den Wald, die ich mit bereits aufgezogenen Fellen in Angriff nehme. Danach geht es einen knappen Kilometer mehr oder weniger eben auf einer Forststraße dahin, bevor die Route nach rechts in den Wald abzweigt.

Abzweiger in den Wald. Foto: Martina Friesenbichler
Abzweiger in den Wald. Foto: Martina Friesenbichler

Der Weg führt nun sanft bergan durch den Wald, bis sich nach einer Bachquerung (kleine Brücke) das Gelände öffnet. Sobald sich die Bäume lichten, eröffnet sich der Blick auf die beeindruckende Weite des Großen Kars mit seinem beinah meditativen Charakter.

Lichtung nach der Bachquerung. Foto: Martina Friesenbichler
Lichtung nach der Bachquerung. Foto: Martina Friesenbichler
Erster Blick ins Kar. Foto: Martina Friesenbichler
Erster Blick ins Kar. Foto: Martina Friesenbichler
Im mittleren Teil vom Kar. Foto: Martina Friesenbichler
Im mittleren Teil vom Kar. Foto: Martina Friesenbichler

Da der Weg durch das Kar nie wirklich steil wird, finde ich schnell einen gleichmäßigen Rhythmus, und genieße das traumhafte Ambiente. Die markante Goldhaube, die wie ein riesiger Golfball aussieht, habe ich während des gesamten Aufstiegs fest im Blick.

Bei passenden Schneeverhältnissen bietet sich kurz vor dem eigentlichen Schlussanstieg noch ein Abstecher auf den Seespitz an. Die Belohnung in Form einer feinen Pulverschneeabfahrt ist das Wiederauffellen mehr als wert!

Im Schlussanstieg. Foto: Martina Friesenbichler
Im Schlussanstieg. Foto: Martina Friesenbichler

Bei schönstem Wetter erwartet mich dann am Großen Speikkogel ein tolles Panorama. Der Blick reicht von den Karawanken bis zu den Julischen Alpen, vom Klippitztörl ins Lavanttal und über die Weststeiermark bis ins Grazer Becken. 

Großer Speikkogel (2.140 Meter). Foto: Martina Friesenbichler
Großer Speikkogel (2.140 Meter). Foto: Martina Friesenbichler
Blick ins Kar mit Seespitz am rechten Rand. Foto: Martina Friesenbichler
Blick ins Kar mit Seespitz am rechten Rand. Foto: Martina Friesenbichler

Nach einer ausgiebigen Gipfelrast führt mich die Abfahrt über eine meist präparierte Fahrstraße und freie Hänge (vorbei am Koralpenhaus) zurück zum Ausgangspunkt meiner Tour. Mit dem bestellten Shuttle trete ich schließlich die Heimreise an.  

Abfahrtsfreuden. Foto: Martina Friesenbichler
Abfahrtsfreuden. Foto: Martina Friesenbichler
Zurück im Skigebiet. Foto: Martina Friesenbichler
Zurück im Skigebiet. Foto: Martina Friesenbichler

Fazit

Eine gemütlich und landschaftlich tolle Tour, die zwar zahlreiche Tourengeher:innen anzieht, auf der man mit etwas Glück dennoch unverspurte Hänge findet.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   4:00 Std Skitour   600 HM   600 HM   10 km   GPX Track

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