Kaiserrunde hoch über Kufstein

Eine schöne Runde im Kaisergebirge über den Gamskogel, das Hochegg, das Duregg und den Kreuzbichl.

Anreise

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Je nach Ausgangspunkt erreicht man den Bahnhof Kufstein mit den Zügen von DB oder BRB (RB54) von bayerischer Seite oder von Österreich mit verschiedenen Zügen der ÖBB. Am Kufsteiner Bahnhof besteht in der Regel ein guter Anschluss zu Stadt- oder Regionalbus (Richtung Niederndorf/Kössen) bis zur Haltestelle Kufstein, Tiroler Hof. Von dort erreicht man zu Fuß in etwa 5 Minuten die Talstation des Kaiserlifts. Vom Kufsteiner Bahnhof kann man zur Talstation auch in circa 30 Minuten zu Fuß wandern.

Sessellift bergwärts. Foto: Nikolaus Vogl
Sessellift bergwärts. Foto: Nikolaus Vogl

Beim Kaiserlift handelt es sich um einen von nur noch zehn existierenden Einersesselliften in Österreich. Der Lift überwindet in zwei Sektionen fast 800 Höhenmeter und stand 2014 bereits kurz vor der Einstellung. Die Stadtwerke Kufstein haben die veraltete Anlage damals übernommen und grundlegend saniert. Seit der Wiederinbetriebnahme stellt der Kaiserlift eine beliebte Möglichkeit dar, das Wandergebiet unter den Wänden des Wilden Kaisers zu erreichen. Entsprechende Tarife machen die Fahrt auch für Familien attraktiv. Eine knappe halbe Stunde dauert die wohltuend gemütliche Bergfahrt, bevor das Brentenjoch mit dem nahegelegenen Weinbergerhaus erreicht wird. Alternativ können die 800 Höhenmeter auch zu Fuß überwunden werden. Die Tour verlängert sich dabei um zwei Stunden.

An der Bergstation am Brentenjoch. Foto: Nikolaus Vogl
An der Bergstation am Brentenjoch. Foto: Nikolaus Vogl

Auf den Gamskogel und Höhenweg zur Kaindlhütte

Von der Bergstation geht es zunächst auf der Forststraße etwa 50 Höhenmeter bergab bis zur tiefsten Stelle zwischen Brentenjoch und dem ersten Gipfelziel – dem nahegelegenen Gamskogel. Ab hier beginnt ein nur mäßig ansteigender Wanderweg, der in einer guten halben Stunde durch schattigen Bergwald zum Gipfel führt. Trotz der geringen Höhe bietet sich hier ein schöner Blick auf den Zahmen Kaiser sowie in die nördlich gelegenen Voralpen. Im Süden beeindrucken vor allem die Nordabbrüche von Scheffauer und Sonneck.

Blick vom Gamskogel nach Norden zum Zahmen Kaiser. Foto: Nikolaus Vogl
Blick vom Gamskogel nach Norden zum Zahmen Kaiser. Foto: Nikolaus Vogl
Am Gipfel des Gamskogel. Foto: Nikolaus Vogl
Am Gipfel des Gamskogel. Foto: Nikolaus Vogl

Der Abstieg gestaltet sich zunächst recht steil, bevor der Weg abflacht und scheinbar ewig auf nahezu gleicher Höhe diverse Geländeeinschnitte traversiert. Kurz vor Erreichen des idyllischen Almdorfs rund um die Kaindlhütte mündet der Bettlersteig aus dem Kaisertal ein. 

Kurz vor dem Almdorf rund um die Kaindlhütte. Foto: Nikolaus Vogl
Kurz vor dem Almdorf rund um die Kaindlhütte. Foto: Nikolaus Vogl

Übers Hochegg zur Walleralm

Kapelle an der Kaindlhütte. Foto: Nikolaus Vogl
Kapelle an der Kaindlhütte. Foto: Nikolaus Vogl

Hinter dem Almdorf um die Kaindlhütte steigt der Weg erneut an und führt in einer halben Stunde zum bereits sichtbaren Gipfel des Hocheggs, welcher eigentlich eher eine Geländekuppe im Kamm darstellt, der vom Zettenkaiser herabzieht. Nichtsdestotrotz reicht der Blick von hier weit ins Unterinntal und bis in die Zentralalpen – von Norden grüßt immer noch der Zahme Kaiser mit seinem zwar nicht höchsten, jedoch berühmtesten Gipfel, der Pyramidenspitze. 

Tiefblick vom Hochegg ins Unterinntal. Foto: Nikolaus Vogl
Tiefblick vom Hochegg ins Unterinntal. Foto: Nikolaus Vogl

Man folgt dem Weg weiter nunmehr wieder bergab in Richtung Hintersteiner See und Walleralm, welche nach weiteren 45 Minuten erreicht wird. Auch hier befindet sich ein kleines Almdorf in idyllischer Lage mit besten Aussichten in die nahen Kitzbüheler Alpen. Auf dem Weg zur Walleralm kann in fünf Minuten die kleine Kuppe des Durecks mitgenommen werden. Oberhalb der Walleralm erreicht man in wenigen Minuten den kreuzgeschmückten Gipfel Kreuzbichl, der eine besonders schöne Sicht ins Inntal bietet.

Wieder zahllose Schneerosen in voller Blüte. Foto: Nikolaus Vogl
Wieder zahllose Schneerosen in voller Blüte. Foto: Nikolaus Vogl

Abstieg nach Schwoich und Rückfahrt nach Kufstein

Kurz unterhalb der Almen verlässt man die Straße und folgt der Wegweisung Richtung Kufstein. Nun wird es sehr steil und man verliert sehr rasch an Höhe. Über den Weiler Rechau gelangt man nach Passage des Gaisbachtals (Wasserfall!) über einen kräfteraubenden Gegenanstieg den ehemaligen Gasthof Haberg und danach in kurzer Zeit die Eiberg-Bundesstraße am Egerbauer.

Im Abstieg durch das Gaisbachtal. Foto: Nikolaus Vogl
Im Abstieg durch das Gaisbachtal. Foto: Nikolaus Vogl

Die Bushaltestelle befindet sich 100 Meter rechts. Der VVT-Bus fährt in etwa zehn Minuten ins Kufsteiner Zentrum und zum Bahnhof. Alternativ kann man vom Haberg auch zu Fuß Kufstein erreichen (Zustiegsmöglichkeiten zum Statdtbus im Stadtteil Durach).

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Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 5.5h  500HM  1.200HM  13km  GPX Track
  • Zeitbedarf: Bergstation – Gamskogel: 45 min
  • Gamskogel – Kaindlhütte: 60 min
  • Kaindlhütte – Hochegg: 30 min
  • Hochegg – Walleralm: 45 min
  • Walleralm – Schwoich/Egerbauer 90 min
  • erreichte Gipfel: Gamskogel (1.449 Meter), Hochegg (1.470 Meter), Duregg (1.312 Meter), Kreuzbichl (1.200 Meter)
  • Verpflegung unterwegs: Kaindlhütte, Walleralm
  • beste Jahreszeit: Mai-November

Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bischofshofen, Feldkirch, Innsbruck, München und Salzburg erreicht werden.