Natterriegel und Mittagskogel

Die letzten Meter auf den Gipfel. Foto: Anna, POW AT

Zwei sonnige Gipfelziele von der Grabneralm

Vom Buchauer Sattel geht es über einen Wanderweg und abschnittsweise auf einer Forststraße zur Grabneralm. Die weitere Route führt über das Admonter Haus immer steiler werdend auf den Natterriegel. Dessen Nebengipfel ist der etwas niedrigere Mittagskogel, den man im Abstieg noch mitnehmen kann. Tolles Gipfelpanorama ist bei dieser Tour ebenso garantiert wie eine gemütliche Einkehr am Admonter Haus oder auf der Grabneralm im Abstieg.

“Immer der Sonne nach”, lautet das Motto bei Wanderungen im Herbst. Wer die Sonne sucht, wird im Gebiet der Grabneralm fündig: Durch die südseitige Ausrichtung bekommt man auch im Herbst ausreichend Sonnenstrahlen ab – vorausgesetzt, man durchbricht die Nebelgrenze.

Vom Buchauer Sattel auf die Grabneralm

Die Tour startet quasi direkt an der Bushaltestelle Buchauer Sattel. Die Route zur Grabneralm habe ich bereits in diesem Tourenbericht beschrieben. Deswegen schließt dieser neue Tourenbericht daran an und beginnt erst ab der Grabneralm.

“Über den Wolken …” Foto: Anna , POW AT
“Über den Wolken …” Foto: Anna, POW AT

Von der Grabneralm zum Admonter Haus

Direkt bei der Grabneralm geht der Weg zu Natterriegel und Mittagskogel weg. Das erste Zwischenziel ist das ebenfalls bewirtschaftete Admonter Haus. Der Weg ist in gutem Zustand und enthält keine Schwierigkeiten. Bis zum Admonter Haus ist auch die Steigung noch recht human.

Das erste Stück des Weges Richtung Admonter Haus. Foto: Anna, POW AT
Das erste Stück des Weges Richtung Admonter Haus. Foto: Anna, POW AT
Erstmals erscheint das Admonter Haus in unserem Blickfeld. Foto: Anna, POW AT
Erstmals erscheint das Admonter Haus in unserem Blickfeld. Foto: Anna, POW AT

Beim Admonter Haus rasten wir kurz und verschaffen uns einen Überblick über die nun schon sichtbaren Gipfel in der Umgebung.

Für uns geht es nach links weiter, immer der Sonne nach, dem Schatten gehen wir heute bewusst aus dem Weg. Foto: Anna, POW AT
Für uns geht es nach links weiter, immer der Sonne nach, dem Schatten gehen wir heute bewusst aus dem Weg. Foto: Anna, POW AT
Blick auf den weiteren Wegverlauf und die möglichen Gipfelziele: Mittagskogel, Natterriegel und Hexenturm (v.r.n.l). Foto: Anna, POW AT
Blick auf den weiteren Wegverlauf und die möglichen Gipfelziele: Mittagskogel, Natterriegel und Hexenturm (v.r.n.l). Foto: Anna, POW AT

Auf den Natterriegel

Jetzt wird es steiler und technischer. An manchen Stellen braucht man auch seine Hände. Wir gewinnen schnell an Höhe. In einer schattigen Passage ist eine Seilsicherung angebracht. Erfahrene Bergsteiger:innen werden an dieser “Schlüsselstelle” aber keine Probleme haben.

Die seilversicherte Schlüsselstelle. Foto: Anna, POW AT
Die seilversicherte Schlüsselstelle. Foto: Anna, POW AT
Blick zurück auf den bisherigen Wegverlauf vom Admonter Haus. Links neben dem Admonter Haus befindet sich die Admonter Warte, quasi der “Hüttengipfel”. Im Hintergrund ein paar bekanntere Gesäuse-Berge: Admonter Reichenstein, Sparafeld, Admonter Kaibling und Riffl. Foto: Anna, POW AT
Blick zurück auf den bisherigen Wegverlauf vom Admonter Haus. Links neben dem Admonter Haus befindet sich die Admonter Warte, quasi der “Hüttengipfel”. Im Hintergrund ein paar bekanntere Gesäuse-Berge: Admonter Reichenstein, Sparafeld, Admonter Kaibling und Riffl. Foto: Anna, POW AT
Jetzt fehlt nicht mehr viel auf den Natterriegel. Foto: Anna, POW AT
Jetzt fehlt nicht mehr viel auf den Natterriegel. Foto: Anna, POW AT
Die letzten Meter auf den Gipfel. Foto: Anna, POW AT
Die letzten Meter auf den Gipfel. Foto: Anna, POW AT

Gipfelrast mit 360°-Panoramablick

Was wäre schon ein Gipfelerfolg ohne grandiose Ausblicke und eine gute Jause? Nachfolgend der Versuch, den tollen Ausblick in Tourenberichtsform zu gießen.

Das Gipfelkreuz am 2065 m hohen Natterriegel. Erwischt, hier steht doch tatsächlich “Natterriegl” (ohne e). In allen (digitalen) Karten wurde mir der Berg als “Natterriegel” (mit e) vorgestellt, deshalb bleibe ich vorerst dabei. Foto: Anna, POW AT
Das Gipfelkreuz am 2065 m hohen Natterriegel. Erwischt, hier steht doch tatsächlich “Natterriegl” (ohne e). In allen (digitalen) Karten wurde mir der Berg als “Natterriegel” (mit e) vorgestellt, deshalb bleibe ich vorerst dabei. Foto: Anna, POW AT
Blick hinüber zum Nachbarberg, dem Hexenturm. Auch den Wegverlauf dorthin über den Grat sieht man am Foto. Was man allerdings nicht wirklich sieht, ist die Schwierigkeit der Tour. Der “Hexensteig” ist mit B/C bzw. 1- bewertet. Foto: Anna, POW AT
Blick hinüber zum Nachbarberg, dem Hexenturm. Auch den Wegverlauf dorthin über den Grat sieht man am Foto. Was man allerdings nicht wirklich sieht, ist die Schwierigkeit der Tour. Der “Hexensteig” ist mit B/C bzw. 1- bewertet. Foto: Anna, POW AT
Blick Richtung Oberes Ennstal, wo. u.a. der Grimming und das Dachstein-Massiv aus dem Nebel emporragen. Foto: Anna, POW AT
Blick Richtung Oberes Ennstal, wo. u.a. der Grimming und das Dachstein-Massiv aus dem Nebel emporragen. Foto: Anna, POW AT
Blick nach Norden Richtung Alpenvorland, wo der Nebel die dominierende Konstante an Herbsttagen wie diesen ist. Foto: Anna, POW AT
Blick nach Norden Richtung Alpenvorland, wo der Nebel die dominierende Konstante an Herbsttagen wie diesen ist. Foto: Anna, POW AT
Blick nach Süden zum nächsten Gipfel, dem Mittagskogel. Dahinter ganz prominent der Große Buchstein (links) und schon etwas versteckt der Kleine Buchstein und der Tamischbachturm (noch weiter links). Direkt hinter dem Mittagskogel die bekannten “Xeis”-Nordwände Planspitze, Hochtor, Festkogel und Ödstein. Rechts am Bildrand der Admonter Reichenstein. Foto: Anna, POW AT
Blick nach Süden zum nächsten Gipfel, dem Mittagskogel. Dahinter ganz prominent der Große Buchstein (links) und schon etwas versteckt der Kleine Buchstein und der Tamischbachturm (noch weiter links). Direkt hinter dem Mittagskogel die bekannten “Xeis”-Nordwände Planspitze, Hochtor, Festkogel und Ödstein. Rechts am Bildrand der Admonter Reichenstein. Foto: Anna, POW AT
Auch die Füße freuen sich über eine kurze Verschnaufpause. Foto: Anna, POW AT
Auch die Füße freuen sich über eine kurze Verschnaufpause. Foto: Anna, POW AT

Die beiden Gipfel lassen sich gut verbinden. Wir gehen zuerst auf den höheren, den Natterriegel, machen dort eine ausgedehnte Gipfelrast und nehmen den Mittagskogel quasi im Abstieg noch mit.

Den Großen Buchstein haben wir fast den ganzen Tag im Blick. Da kommt natürlich auch der Gedanke auf, diese Tour eines Tages mal zu wiederholen. Denn auch von dort oben ist die Aussicht ein Traum!

Zwischen Natterriegel und Mittagskogel ist eine interessante Senke, in der sich sogar noch ein paar Schneereste finden lassen. Foto: Anna, POW AT
Zwischen Natterriegel und Mittagskogel ist eine interessante Senke, in der sich sogar noch ein paar Schneereste finden lassen. Foto: Anna, POW AT

Mittagskogel und Abstieg

Auch vom Mittagskogel aus ist die Aussicht noch toll. Wir machen also noch eine weitere kurze Pause, genießen das Panorama und treten dann den Abstieg an.

Ein letzter Blick Richtung Admonter Haus und die umliegenden Berge bis zur gegenüberliegenden Reichenstein-Gruppe. Über Admont löst sich der Nebel inzwischen schön langsam auf. Foto: Anna, POW AT
Ein letzter Blick Richtung Admonter Haus und die umliegenden Berge bis zur gegenüberliegenden Reichenstein-Gruppe. Über Admont löst sich der Nebel inzwischen schön langsam auf. Foto: Anna, POW AT

Der Abstieg gleicht ab kurz nach dem Mittagskogel dem Aufstieg. Wer ungern denselben Weg retour geht, kann vom Admonter Haus alternativ über den Grabnerstein auf die Grabneralm weitergehen. Diese Variante beinhaltet natürlich noch einige Höhenmeter extra.

Uns treibt der Hunger schon wieder talwärts oder besser gesagt zur Grabneralm, die für ihre Kulinarik über die Grenzen des Nationalparks hinaus bekannt ist. Mit Blick auf Buchstein und Co halten wir es hier einige Zeit aus, bis wir schließlich die letzten 500 Höhenmeter zurück zum Buchauer Sattel hinter uns bringen.

Bevor wir in den Bus einsteigen, noch ein letzter Blick hinauf zum Buchstein. Foto: Anna POW, AT
Bevor wir in den Bus einsteigen, noch ein letzter Blick hinauf zum Buchstein. Foto: Anna POW, AT

Tipps

Diese Tour bietet sich auch in der Form Bike&Hike an. Der Bus zum Buchauer Sattel wird wohl kaum Fahrräder transportieren. Daher müsste man vom Bahnhof in Admont losradeln und hätte dann insgesamt ca. 200 Höhenmeter mehr zu bewältigen. Auch vom Bahnhof Weißenbach – St. Gallen könnte man starten. Dann wären es allerdings ca. 250 Zusatzhöhenmeter.

Auch im Winter ist es schön in dieser Gegend. Der Grabnerstein ist z.B. ein tolles Skitourenziel für verschiedenste Schneeverhältnisse.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   6:00 Std Wandern   1.200 HM   1.200 HM   12.5 km   GPX Track

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