Guttenberghaus – Ramsauer Klettersteig

Ramsauer Klettersteig

Erster Tag Aufstieg zum Guttenberghaus. Am zweiten Tag über den Ramsauer Klettersteig, Edelgrießgletscher zur Südwandbahn und per Seilbahn hinunter.

Leider konnten wir innerhalb der nächsten 6 Tage keine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Wien zu dieser Tour für dich finden.

Will man die Tour am Freitag Nachmittag mit dem Aufstieg zum Guttenberghaus beginnen, geht das schon auch – man muss halt schon relativ früh am Freitag Nachmittag aufbrechen oder geht das letzte Stück dann im Dunkeln.

Wichtig ist dabei sich anzuschauen wann die Sonne untergeht und in der Hütte Bescheid zu geben, dass man erst nach Einbruch der Dunkelheit kommt. Verirren kann man sich am Weg eher nicht.

Aufstieg zum Guttenberghaus

Der Aufstieg zum Guttenberghaus vom Parkplatz Feistererhof ist mit 2:30h angeschrieben. Da wir nicht erst nach Einbruch der Nacht ankommen wollen, gehen wir recht schnell. Mit ein paar kleinen Regenschutz-An-/Ausziehpausen sowie ein paar Fotos, gehen wir die 1.014HM in 2:14h. Wie eine Familie mit Kindern diese Strecke in 2:30h schaffen soll, ist mir völlig unklar.

Guttenberghaus
Guttenberghaus

Tipp: Für die Übernachtung im Guttenberghaus empfiehlt sich unbedingt eine Reservierung. Telefonisch konnte ich niemanden erreichen, aber auf die Reservierung per E-Mail hat der Hüttenwirt noch am gleichen Abend geantwortet.

Ramsauer Klettersteig

Einstieg von der Gruberscharte in den Ramsauer Klettersteig.
Einstieg von der Gruberscharte in den Ramsauer Klettersteig.

Am nächsten Tag brechen wir kurz vor 8:00 beim Guttenberghaus (im GPX TRack unten als rechtes Fähnchen gekennzeichnet) auf. Etwa 30min später sind wir am Einstieg zum Ramsauer Klettersteig.

Ziemlich genau in der Hälfte des Klettersteigs, nach dem Abstieg von der Scheichenspitze, gibt es nach Norden hin die Möglichkeit auf den Ramsauer Höhenweg auszuweichen.

Letzter Anstieg zur Scheichenspitze.
Letzter Anstieg zur Scheichenspitze.

Die schwierigeren „C“-Stellen des Ramsauer Klettersteigs kommen in der zweiten Hälfte. Auch die sehr kurze, aber ausgesprochen schmale Gratstelle befindet sich im zweiten Teil.

Die Zeitangaben, die ich zum Ramsauer Klettersteig im Internet (z.B. auf Bergsteigen.com) gefunden habe, konnten wir nicht erreichen. Wir haben uns zwar nicht wirklich beeilt, aber auch keine allzu langen Pausen gemacht. In Summe vielleicht eine Stunde. Vom Einstieg bis zum Ausstieg haben wir 5,5h gebraucht. D.h. Gehzeit 4,5h.

Schmaler Grat am Ramsauer Klettersteig.
Schmaler Grat am Ramsauer Klettersteig.

Wir sind daher erst um 14:00 am Ende des Klettersteigs, wobei wir den nördlichen Abstieg über das Schotterfeld wählen, statt den letzen versicherten Teil südlich noch mitzunehmen. Der Grund ist recht einfach: Wir haben für 15:30 die Talfahrt mit der Seilbahn reserviert und müssen in 1,5h das letze Drittel der Gesamtstrecke schaffen (allerdings nur 300HM im Aufstieg und 200HM im Abstieg).

Rückweg zur Seilbahn

War der Aufstieg am Freitag zum Guttenberghaus zügiges Gehen, laufen wir jetzt wirklich hinüber zum Edelgrießgletscher, weil uns die Zeit bis zur reservierten Gondel knapp wird.

Der Weg über den Gletscher ist nicht ganz leicht zu wählen: Zu tief unten queren bedeutet auf der anderen Seite wieder entsprechend aufzusteigen. Zu hoch oben hingegen wird der Gletscher immer steiler und man geht auf Geröll, das auf Eis liegt. Wir haben jetzt im August keine Steigeisen benötigt – ich würde aber bei anderen Bedingungen ev. anders entscheiden.

Blick zurück von halber Höhe auf die Austria Scharte: Links unten der Edelrießgletscher, hinten der Ramsauer Klettersteig.
Blick zurück von halber Höhe auf die Austria Scharte: Links unten der Edelrießgletscher, hinten der Ramsauer Klettersteig.

Im Aufstieg auf die Austria Scharte sind netterweise Fixseile gespannt, an denen man sich aufziehen kann. Schauen gut aus. Sonst wären das I-IIer Kletterstellen.

Leiter auf der Seite des Schladminger Gletschers zum Rosmarie Stollen.
Leiter auf der Seite des Schladminger Gletschers zum Rosmarie Stollen.

Von der Austria Scharte geht man ausgesetzt, aber durchgängig mit einem Stahlseil am Berg entlang zum Rosmariestollen. Kommt man von dieser Seite, geht am Ende des Stollens die lange Leiter kerzengerade die Wand hinunter. Zur linken Hand kann man die Sicherungen einhängen.

Um 15:12 kommen wir am Fuße der Leiter an.

Den verbleibenden Kilometer laufen wir der Ratrac-Spur entlang hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf.

Um 15:27 kommen wir – auch dank zweier Personenförderbänder wie am Flughafen (?) – bei einer Menschentraube vor der Kasse am Hunerkogel an. Wir drängen uns durch, zeigen die Reservierung für die Talfahrt her und bekommen gerade noch die Karten.

Tipp: Unbedingt die Talfahrt reservieren: Gondelreservierung Dachstein Gletscherbahn

Im vollgestopften Linienbus ins Tal

Linienbus 960 nach Ramsau, bzw. Schladming. © 2015 HM
Linienbus 960 nach Ramsau, bzw. Schladming. © 2015 HM

Laut Plan (siehe auch Busfahrplan Ramsau) fährt jeweils 10 Minuten nach der vollen Stunde ein Bus Richtung Ramsau. Der letzte Bus fährt um 17:20!

Wegen des großen Ansturms fahren mehrere Busse der selben Linie hinunter. Die Busse sind voll bis auf den letzten Stehplatz!

Der Regionalbus 960 fährt bis zum Bahnhof Schladming.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   2 Tage Klettersteig   2.100 HM   450 HM   13 km   GPX Track

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