Wander- (und Radl-)Runde zu idyllischen Almen und wildromantischen Seen

Eine kombinierte Radl- und Wanderrunde (alternativ auch nur Wandern möglich) in die wilden südlichen Chiemgauer Alpen. Vorbei an idyllischen Almen und hohen Felswänden, durch liebliche Täler und am Ende durch eine Traumlandschaft mit Bademöglichkeit im Sommer.

Anreise von München

Derzeit ist München ausgewählt. Du kannst den Abfahrtsort hier ändern:

Von München beziehungsweise Salzburg geht es mit der Bayerischen Regiobahn (RE 5) oder einem Zug des Fernverkehrs bis Traunstein. In Traunstein besteht Anschluss an die Züge der RB 54, die in etwa 20 Minuten Ruhpolding erreichen.

Im Ortsbereich von Ruhpolding. Foto: Nikolaus Vogl
Im Ortsbereich von Ruhpolding. Foto: Nikolaus Vogl

Von hier geht es mit dem Radl weiter – größtenteils auf der etwas überdimensionierten Straße bis in den Ortsteil Urschlau mit einer idyllisch gelegenen Kapelle; die Fußgänger nutzen den Ruhpoldinger Ortsbus vom Bahnhof bis zur Endhaltestelle Urschlau (Linie 9532).

In Urschlau. Foto: Nikolaus Vogl
In Urschlau. Foto: Nikolaus Vogl

Auf die Hörndlwand über die Röthelmoosalm

In Urschlau ist auch für Autos Schluss und die nunmehr schmale Straße (Fußweg alternativ teilweise auf der anderen Seite des Baches) führt am Wasser entlang bis zu einer markanten Verzweigung. Hier wählt man die linke Straße, die sodann merklich bergan führt. Schnell gewinnt man an Höhe und nach einer markanten Linksskurve ist schon fast die Hochfläche der Röthelmoosalm erreicht. Ein wahrlich zauberhafter Ort!

Hörndlwand über der Röthelmoosalm. Foto: Nikolaus Vogl
Hörndlwand über der Röthelmoosalm. Foto: Nikolaus Vogl
Almkaser auf der Röthelmoosalm. Foto: Nikolaus Vogl
Almkaser auf der Röthelmoosalm. Foto: Nikolaus Vogl

An der Kreuzung geht es links, man passiert die Dandlalm und die Forststraße verschwindet nun wieder ansteigend im Bergwald. Nach etwa 250 Höhenmetern erreicht man eine Kurve mit Wegweiser. Die Radler lassen hier ihr Fahrzeug stehen.

Parken ohne Flächenverbrauch. Foto: Nikolaus Vogl
Parken ohne Flächenverbrauch. Foto: Nikolaus Vogl

Der Steig führt nun steil bergan und führt zur Hörndlalm. Beeindruckend ist hier die 200 Meter hohe Nordflanke der Hörndlwand – man könnte meinen, man sei hier mitten in den Dolomiten.

Die Nordflanke der Hörndlwand über der gleichnamigen Alm. Foto: Nikolaus Vogl
Die Nordflanke der Hörndlwand über der gleichnamigen Alm. Foto: Nikolaus Vogl

An der Hörndlalm beginnt der sogenannte Jägersteig der mitunter steil und etwas rutschig durch die Nordabbrüche der Hörndlwand führt und schließlich den doppelt kreuzgeschmückten Gipfel erreicht.

Kurz unterhalb des Gipfels - Blick nach Norden. Foto: Nikolaus Vogl
Kurz unterhalb des Gipfels – Blick nach Norden. Foto: Nikolaus Vogl
Vom Gipfel Richtung Kaisergebirge. Foto: Nikolaus Vogl
Vom Gipfel Richtung Kaisergebirge. Foto: Nikolaus Vogl

Der nahe (einige Meter höhere Gipfel) des Gurnwandkopfes kann nach Belieben „mitgenommen“ werden. Runter bis zum Radlparkplatz bzw. auf die Röthelmoosalm wie im Aufstieg.

Durchs Wappbachtal zum Weitsee

An der Kreuzung auf der Röthelmoosalm wählt man den linken Weg Richtung „3-Seen-Gebiet“. Zunächst flach, später mäßig fallend führt die Straße, den Wappbach begleitend, Richtung Weitsee. Schließlich erreicht man die ebenfalls deutlich überdimensionierte Bundesstraße 305, an welcher sich auch die Bushaltestelle „Reit im Winkl, Röthelmoos der Linie 9506 (Reit i. W. – Ruhpolding).

Am Badeplatz des Weitsees. Foto: Nikolaus Vogl
Am Badeplatz des Weitsees. Foto: Nikolaus Vogl

Ein Abstecher zum direkt benachbarten Weitsee ist hier ein Muss: Abseits der Bundesstraße tut sich hier ein Kleinod auf. Man wähnt sich irgendwo zwischen Kanada und Skandinavien und ist doch in den Bayerischen Alpen. In den Sommermonaten bietet sich hier ein Sprung in das überraschend warme „kühle Nass“ des Weitsees an. Mehrere offizielle Badestellen befinden sich am Ost- und Südufer des Sees. Wer die Badesachen vergessen hat, kann am Südufer auch ganz ohne ins Wasser; hier wird traditionell nackt gebadet…

Zurück nach Ruhpolding

Zurück geht es mit dem oben erwähnten Bus oder mit dem Radl durch das idyllische Tal bis nach Ruhpolding. Zu erwähnen seien hier die Wettkampfstätten des jährlichen Biathlon-Weltcups in der Laubau bei Ruhpolding. Alternativ wäre eine Rückfahrt mit dem Bus über Reit im Winkl nach Prien am Chiemsee (dort Bahnanschluss) möglich; auch die Rückfahrt mit dem Rad über Kössen durchs Achental nach Übersee oder durch den Kaiserwinkel nach Oberaudorf (Bahnhof) und ins Kufsteiner Land ist möglich.

Bequeme Abreise mit den Zügen der Südostbayernbahn. Foto: Nikolaus Vogl
Bequeme Abreise mit den Zügen der Südostbayernbahn. Foto: Nikolaus Vogl

Heimreise nach München

Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 6.5h  1.100HM  1.100HM  40km  GPX Track

Weitere Informationen

  • Zeitbedarf:
    • Ruhpolding – Urschlau (Rad): 30 Minuten
    • Urschlau – Ende Radlstrecke: 45 Minuten (beziehungsweise zu Fuß 1,5 Stunden)
    • Ende Radlstrecke – Hörndlwand: 1,5 Stunden
    • Hörndlwand– Beginn Radlstrecke:  60 Minuten
    • Beginn Radlstrecke – Röthelmoos: 10 Minuten (beziehungsweise zu Fuß 45 Minuten)
    • Röthelmoos – Weitsee (Bus): 20 Minuten (beziehungsweise zu Fuß 60 Minuten)
    • Weitsee – Ruhpolding (Rad): 60 Minuten
  • erreichte Gipfel: Hörndlwand (1.663 Meter), eventuell Gurnwandkopf (1.691 Meter)
  • Verpflegung unterwegs: Dandlalm und Langbauernalm im Röthelmoos
  • beste Jahreszeit: Mai-November

Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bischofshofen, Innsbruck, München und Salzburg erreicht werden.