Auernig: Unterwegs am Mallnitzer Hausberg

Schlussanstieg. Foto: Martina Friesenbichler

Es ist immer wieder beeindruckend, wie kurz die Strecke von Graz nach Kärnten durch die Koralmbahn geworden ist. Diesmal hatte ich mir eine Tour vorgenommen, die mich an den Rand der Dreitausender geführt hat. Ausgesucht hatte ich mir den Auernig, den Hausberg von Mallnitz.

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Pünktlich um 06:03 Uhr geht es los am Grazer Hauptbahnhof. Während ich gemütlich im Zug mein Frühstück genießen kann, steigt auch langsam die Vorfreude auf die Kärntner Bergwelt und auf meine bevorstehende Wanderung. Bereits um 08:13 Uhr steige ich am Bahnhof Mallnitz-Obervellach aus dem Zug.

Start in Mallnitz

Von dort aus muss ich zunächst aber über die Gleise, um in den Wanderweg einfädeln zu können. Ich spaziere also erstmal die Zufahrt zur Autoverladung hinunter, um nach etwa 800 Metern endlich auf die „richtige“ Seite wechseln zu können. 

Beim Einstieg in den Wanderweg fällt mir gleich ein Stein vom Herzen. Pickerl hätt ich keines dabei gehabt. Foto: Martina Friesenbichler
Beim Einstieg in den Wanderweg fällt mir gleich ein Stein vom Herzen. Pickerl hätt ich keines dabei gehabt. Foto: Martina Friesenbichler
Schöne Bauernwiesen im unteren Teil vom Aufstieg. Foto: Martina Friesenbichler
Schöne Bauernwiesen im unteren Teil vom Aufstieg. Foto: Martina Friesenbichler

Eigentlich hatte ich den Weg 522 für den Aufstieg favorisiert, doch meine Recherchen im Vorfeld hatten ergeben, dass dieser aktuell gesperrt ist. Also entschied ich mich zunächst für den Aufstieg über die Wolligerhütte (Weg 523). Am Gipfel konnte ich ja immer noch andere Wanderer nach ihrem Aufstiegsweg fragen. Meine Wanderung führt mich zunächst über schöne Bauernwiesen und später durch den Wald in Richtung Wolligerhütte, die auf etwa 1.500 Metern Seehöhe liegt. Nach der Hütte folge ich kurz einer Forststraße, bevor der Steig wieder in den Wald führt.  Kurz nach der Rosskopfalm beginnt die Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Bald darauf erreiche ich die Waldgrenze und die letzten 350 Höhenmeter führen mich über offenes Gelände dem Gipfel des Auernig entgegen. 

Ich bin am Herzogweg unterwegs, wie ich erfahre. Foto: Martina Friesenbichler
Ich bin am Herzogweg unterwegs, wie ich erfahre. Foto: Martina Friesenbichler
(Verfallende) Gebäude bei der Rosskopfalm. Unmittelbar danach beginnt die Kernzone vom Nationalpark. Foto: Martina Friesenbichler
(Verfallende) Gebäude bei der Rosskopfalm. Unmittelbar danach beginnt die Kernzone vom Nationalpark. Foto: Martina Friesenbichler
Über offenes Gelände dem Gipfel entgegen. Foto: Martina Friesenbichler
Über offenes Gelände dem Gipfel entgegen. Foto: Martina Friesenbichler

Gipfelanstieg

Kurz vor dem Gipfel ändert sich die Charakteristik des Weges. Hier vereint sich auch der direktere Anstieg über den Weg 522 mit meinem Aufstiegsweg. Die letzten Meter führen über Blockgelände zum Gipfelkreuz.

Schlussanstieg. Foto: Martina Friesenbichler
Schlussanstieg. Foto: Martina Friesenbichler
Hier vereinen sich die Wanderwege 522 und 523. Foto: Martina Friesenbichler
Hier vereinen sich die Wanderwege 522 und 523. Foto: Martina Friesenbichler

Oben angekommen werde ich belohnt mit einem fantastischen Tiefblick ins Mallnitzer Hochtal und auf die umliegende Bergprominenz. Die Wanderung ließe sich auch noch wunderbar erweitern. Ein markierter Steig führt weiter zum Törlkopf und bis zum markanten Maresenspitz (Beinahe-Dreitausender).

Auernig (2.130 Meter). Foto: Martina Friesenbichler
Auernig (2.130 Meter). Foto: Martina Friesenbichler
Tiefblick nach Mallnitz. Foto: Martina Friesenbichler
Tiefblick nach Mallnitz. Foto: Martina Friesenbichler
Blick Richtung Törlkopf und Maresenspitz. Dahinter lugt wohl ein Dreitausender hervor. Foto: Martina Friesenbichler
Blick Richtung Törlkopf und Maresenspitz. Dahinter lugt wohl ein Dreitausender hervor. Foto: Martina Friesenbichler

Abstieg

Ich belasse es heute beim Auernig (Regen und Gewitter sind für den Nachmittag vorhergesagt) und mache mich auf den Rückweg. Da keiner der anderen Wanderer, denen ich unterwegs und am Gipfel begegnet bin, den Weg 522 genommen hat, entscheide ich mich, denselben Weg ins Tal zu nehmen.

Zurück beim Bahnhof in Mallnitz hat man (ausgenommen samstags) mit der „Reste“ noch eine Einkehrmöglichkeit, in der sich die Zeit bis zur Rückreise nach Graz gemütlich überbrücken ließe. Mein Fazit: Eine schöne und aussichtsreiche Wanderung, die mir Lust auf weitere Touren in und um Mallnitz gemacht hat.

Die Reste rastet heute. Foto: Martina Friesenbichler
Die Reste rastet heute. Foto: Martina Friesenbichler

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   5:30 Std Wandern   1.000 HM   1.000 HM   11.5 km   GPX Track

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2 Kommentare

  1. Liebe Martina,
    ein schöner Beitrag. Der Dreitausender im Hintergrund (vorletztes Foto) ist das Säuleck, 3076m
    Weg 522 ist wohl weiterhin – wegen der Waldschäden (Käfer und Windwurf) unpassierbar und wird wohl nicht mehr freigeschnitten werden, fürchte ich.
    (Ich hab mir mal – frech – den Umweg erspart, hab mich umgeschaut und bin direkt über die Gleise gegangen. Der Bürgermeister hat mir auf meine Anregung hin geschrieben, dass eine Unterführung vom Ort finanziert werden müsste und Mallnitz ohnehin mit Abwanderung kämpft…)
    Noch viele schöne Touren – Mallnitz ist ein Mekka für Öffi-Touren.
    Karl

    1. Lieber Karl,
      vielen Dank für deine Rückmeldung. Die Kombination mit dem 522er Weg hätte sicher eine sehr stimmige Runde ergeben, aber auch so war es super schön. Der freche Abstecher über die Gleise wäre gar nicht so einfach gewesen, der Zaun hat mich letztlich davon abgehalten. Danke auch für deinen Hinweis auf das Säuleck; jetzt habe ich eine vage Vorstellung davon, worauf ich mich da einlassen werde ;-o) Fix geplant ist auch die Tauernüberschreitung nach Mallnitz, vielen Dank für deinen feinen Tourenbericht dazu! Dank Koralmbahn ist für mich die Gegend jetzt ja deutlich leichter erreichbar.
      Martina

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